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Bis zu 80% am Preis einsparen und 25% mehr drucken. Das Fachmagazin Chip hat unsere Kassetten getestet.


Toner-Kassetten

Durch Original-Kassette ersetzen oder renovieren?

Häufig werden wir mit der Ansicht konfrontiert, dass es besser und für den Besitzer eines Laserdruckers oder LED vorteilhafter ist, eine Original-Kassette zu kaufen. „Chip“ hat getestet, ob das wirklich stimmt.

 

Lieber zweimal messen ...

Manche Hersteller empfehlen, den neuen Toner für den Drucker nur in der Original-Kassette zu kaufen. Nur so könne man sich die Qualität sichern. Es gibt jedoch Firmen, die die Toner-Kassetten neu füllen. Solche Kassetten sind dann kostengünstiger als die Original-Kassetten.


Gerne haben wir deshalb das Angebot der Firma Toner Recycling Service Podebrady angenommen, die uns zwei Kasetten-Typen zur Verfügung gestellt hat. Bei einer Kassette wurde bei der Recyclierung  die photosensible Walze durch die long-life Walze ersetzt , bei der anderen Kassette wurde nur die Toner-Füllung renoviert. Beide Kassetten haben wir verglichen mit einer Original-Kassette der Firma Hewlett-Packard. Für den Test haben wir den Drucker HP LJ 4M Plus verwendet.

Bei einem Langzeit-Test wurde vorgegangen wie folgt: den Drucker haben wir zuerst reinigen und bei einer autorisierten Servicestelle dann einstimmen lassen. Mit jeder Kassette haben wir am Anfang ein Test-Bild gedruckt, bei dem die Qualität der Deckung von dunklen und grauen Flächen  und die Fähigkeit, feine Linien auf das Papier zu übertragen, überprüft werden (dies ist für alle Teste identisch). Am Schluss haben wir den  Druck  eines Textes mit einer Schriftgrösse von ca 10 Punkten getestet.

Auf dem Bild, das mit dem Original-Toner der Firma Hewlett-Packard gedruckt wurde, waren die Übergänge vom Weiss bis zum Schwarz  ganz ausgeglichen; genau gleich hat sich auch die Kassette mit der ersetzten Walze verhalten (siehe Abbildung auf der nächsten Seite). Im Fall der Kassette mit einer teilweise verbrauchten Bildwalze waren die Übergänge nicht fliessend.

Zu einer ähnlichen Situation ist es beim Vergleich feiner Linien gekommen, die in einem Fadenkreuz zusammenlaufen. Während die zwei ersten Kassetten eine qualitativ gute Zeichnung abgegeben haben, bei der nicht ersichtlich war, ob sie mit dem Original-Toner oder mit dem renovierten gemacht wurden,  war im letzten Fall eine Unterbrechung der feinen Linien deutlich zu sehen. In allen Fällen war jedoch die Schrift (Schriftgrösse 10 Punkte) gut lesbar.

Warum das alles

Es ist zu erklären, warum bereits zu Beginn des Testes die neue Füllung mit der renovierten Tonerfüllung mit der ursprünglichen photosensiblen Walze in den graphischen Anwendungen ungenügend war.

Die Bildwalze wird elektrostatisch geladen, danach auf „Exposition“ eingestellt. Die Stelle, an die ein Laser-Lichtstrahl fällt, verliert die elektrische Ladung und der Toner kann darauf haften. Bei der Drehung der Walze wird er auf das Papier übertragen und zusammen mit ihm kommt er unter die Heizwalze, die den Toner definitiv ins Papier prägt.

Die Endqualität des Dokumentes hängt vor allem von der qualitativ richtigen Einstellung der Lasereinheit, von der Qualität der Bildwalze und nicht zuletzt auch vom Toner ab.

Wie wird der Toner vorbereitet? Es handelt sich um ein feines Zerkleinern und Mahlen in sehr feine Teilchen. Die scharfen Ecken verursachen jedoch die Abnützung der harten Walze. Einige Produzenten stellen den Toner (Klasse ultra-fine für eine Auflösung von 600 dpi) auf dem chemischen Weg her. Das Produkt besteht dann aus sehr kleinen Teilchen in Form von grösseren und kleineren Kügelchen - ohne scharfe Ecken. Ein solcher Toner ist sehr schonend - „friendly“, weil er die Walze weniger abnützt.

Jeder Laserdruckerproduzent gibt seinem Drucker ein Toner-Kassetten-Set in die Wiege. Die meisten Laserdruckerproduzenten verwenden eine Toner-Kassette, die eine photosensible Walze, Tonerfüllung, Wischer und Treibermechanismus beinhaltet. Das alles wird bei jedem Tonerwechsel ersetzt. Der Nachteil: der Preis und die Tatsache, dass auch die Walze herausgenommen wird, obwohl sie noch nicht abgenutzt, bzw. verbraucht ist. Vorteil: Sie haben immer eine neue Walze. Andere Laserdruckerproduzenten verwenden ein System, bei dem die photosensible Walze und der Wischer einen einzigen Teil des Druckers bilden, so dass der Benutzer nur die Kassette mit der Toner-Füllung ersetzt. Es liegt am Benutzer zu erkennen, wann die Walze ersetzt werden soll: der Produzent macht lediglich auf die voraussichtliche Lebensdauer der Walze aufmerksam. Vorteil: tiefere Kosten beim Kauf einer Toner-Kassette und die Möglichkeit die Nutzung einer Bildwalze bis zum „was sie hergibt“. Nachteil: subjektive Beurteilung der Druckqualität bei abgenutzter Walze. Und es stellt sich die Frage, wann die Walze ersetzt werden muss, weil die Druckqualität schrittweise nachlässt und der Benutzer sich so auf den Verlust der Qualität auch dementsprechend gewöhnt.

Sechs Monate später

So lange dauerte nämlich unser Test. Am Ende haben wir festgestellt, dass es bezüglich Qualität keinen Unterschied zwischen einer Original Toner-Kassette und der Kassette bei der sowohl der Toner wie auch die Bildwalze ersetzt wurde, gab. Im Fall der Kassette, bei der nur der Toner „nachgefüllt“ wurde, ist es im Verlauf des Testes beim Drucken einer feinen Graphik zu einem bedeutendem Qualitätsverlust gekommen, der sich durch sichtbares Unterbrechen der Buchstaben und durch dunkle Flächen zeigte; über die schlechte Qualität des „Test-Spinnennetzes“ reden wir erst gar nicht.

 

Die Schlussfolgerung des Testes lautet: Wenn Sie nur Texte drucken wollen, können Sie beide Kassetten-Typen verwenden – mit oder ohne renovierte Walze. Falls Sie mit Graphiken arbeiten, sollten Sie entweder eine Original-Kassette verwenden oder eine Kassette, bei der gleichzeitig der Toner und die photosensible Walze ersetzt werden. Falls Sie eine Kassette ohne diese Walze besitzen, folgen Sie den Anweisungen des Produzenten und überschreiten Sie nicht den empfohlenen Termin ihrer Ersetzung. Die verkratzte Walze hat nämlich (wie unser Test zeigte) einen Einfluss auch auf die Verschmutzung des Druckers, weil sie den Toner ohne „Erlaubnis“ (der elektrischen Ladung) aufnimmt. Der Toner gelangt unkontrolliert in das Innere des Druckers und verunreinigt ihn.

 

Schlussfolgerung

Wir verwenden einen Vergleich. So wie Automobilproduzenten nur auf Originalteile oder auf Teile, die gemäss eingegebener Dokumentations-Zeichnung hergestellt wurden und für die sie die Verantwortung tragen, eine Garantie geben können, so können auch Druckerproduzenten nur für eigene Toner-Kassetten oder für Kassetten von Firmen, mit denen sie zusammenarbeiten, ihre „Hand ins Feuer geben“. Wenn Sie sich damit zufrieden geben können, dass Sie nicht unbedingt ein Original haben müssen (was ab und zu auch einige Kronen sparen kann), dann können Sie auch nachgefüllte Kassetten verwenden. Wir empfehlen jedoch sehr, nur solche Kassetten zu benützen, bei denen auch die Walze ersetzt wird. Wenn Sie nicht über genügende Erfahrung verfügen, konsultieren Sie den Ersatz der Walze mit einer Firma, die Kassetten nachfüllt.

 

Lebensdauer

Am Schluss noch eine Information über den Zustand von gedruckten Seiten. Mit der Original-Kassette haben wir 3'350 Seiten (vorwiegend Texte) gedruckt, bis der Druck sichtbar an Qualität verloren hat (Schmutzstreifen, weisse Flecken). Nach dem Druck von 3'100 Kopien verlangte der Drucker einen Tonerwechsel. Mit der Kassette, bei der der Toner und die sensible Walze ersetzt wurde, haben wir 4'300 Seiten drucken können (wobei der Drucker einen Toner-Wechsel nach ca 4'000 Kopien verlangte). Ein deutlicher Unterschied war bei der Kassette, bei der nur der Toner nachgefüllt wurde: das Innere des Druckers wurde verschmutzt und wir haben (auch wegen dem) nur 2'900 Seiten drucken können.

Quelle: Chip Ausgabe August 2012